Über meinen Umgang mit Tonerde
Ich war schon immer fasziniert von Erde, in all ihren Escheinungsformen. Im Garten kann ich in der Erde buddeln, wühlen, Gemüse und Blumen wachsen lassen... In anderer Beschaffenheit, aus Tonerde kann ich Gefäße und Objekte wachsen lassen. Solang ich diese in Form gebrachte Erde nicht dem Feuer übergebe, sie nicht im Ofen brenne, kann ich die Form wieder auflösen und das erdige Material in den natürlichen Kreislauf zurückgeben. Darum ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass jeder von mir gestalteten Form, jedem Werkstück, ein ästhetisches Eigenleben, eine eigene innere Schönheit innewohnt.
Schon während meiner Schulzeit habe ich begonnen zu Töpfern. Rote Tonerde hat mich zu eigenwilligen Formen inspiriert, mir ermöglicht etwas aus mir heraus entstehen zu lassen... Ich fand Lehm am Ostseestrand und bei Siena, auf einem italienischen Acker. Die Töpfe daraus brannte ich in einem alten Kochtopf im Lagerfeuer. Heute kaufe ich den Ton gereinigt und aufbereitet, und die Rohstoffe für die Glasuren, die auch aus Bestandteilen von Erde, Sand und Steinen bestehen...

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